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Projekt A: Komponieren im Internet  - Projekt B: Stadtinternes Schulnetz - Weitere Aktivitäten im Internet

Cäcilienschule SaN-Projektbericht

Bericht Projekt A: Komponieren im Internet

Ursprung des Projekts
Die Projektidee baute auf vorhandene Erfahrungen auf, die die Kollegen Walter und Reinfeldt schon mit E-Mail-gestützten Kompositionsprojekten gesammelt hatten. Das Ziel war es, die Entwicklung des Projekts im WWW zu dokumentieren und dabei mehr eigenständiges Arbeiten der Schüler(innen) zu erreichen.
Rahmenbedingungen
Die Schule verfügte über ein lokales Ethernet mit Novel 3.11 Server. Die ursprüngliche Rechnerausstattung umfaßte 8 Schülerarbeitsplatzrechner (386), die mit Windows 3.1 ausgestattet waren und kaum einen Ausbau zuließen. Außerdem war aus einem Wettbewerbgewinn ein Pentium-Rechner mit Win95 vorhanden. Im Januar 97 kam ein Multimediarechner von SaN dazu, und mit eigenen Mitteln wurden 3 weitere Pentium-Rechner angeschafft bzw. umgebaut. Ab Juni 97 stand dann der Alpha-Server von SaN zusätzlich zur Verfügung, ebenso der Cisco 760-Router, der allerdings nie eingesetzt wurde, weil niemand in der Lage war, ihn zu konfigurieren.

Der Internetzugang wurde und wird bezüglich Mail über die Universität Oldenburg abgewickelt, die uns einen UUCP-Modemzugang im Rahmen des ODS und des Plutoprojekts zur Verfügung stellt. Alle Interessenten an der Schule können einen eigenen Mailaccount erhalten. Zur Zeit sind das 74 Schüler.  Webseiten werden lokal erstellt und automatisch auf einen Web-Server der Uni Oldenburg gespiegelt. Mit diesem Verfahren sind über 200 Webseiten unterschiedlicher Qualität veröffentlicht worden.
Die eigentliche Engstelle bestand bis zum Ende des Schuljahrs 96/97 im Webzugang durch Schüler. Weil trotz des ISDN-Anschlusses zunächst nur unser alter Modemzugang funktionierte, waren wir auf Provisorien mit sehr geringer Bandbreite beschränkt. Mit Beginn dieses Schuljahres haben wir allerdings problemlose Bedingungen dank unseres neugewonnenen Sponsors (Kommunikationsinitiative Weser-Ems), der uns einen kostenlosen Webzugang und einen funktionierenden Cisco-Router zur Verfügung stellte. Der Alpha-Server dient dabei unter anderem als Proxy-Server. Damit sind jetzt die fünf Win95 Rechner ohne spürbare Begrenzungen der Bandbreite gleichzeitig am Internet. Dieser Erfolg hatte allerdings auch seine Kehrseite in der sprunghaft gestiegenen Telekom-Rechnung. In den letzten Monaten wurden jeweils ca. DM 400 von unserer ursprünglichen Gutschrift abgebucht, so daß diese jetzt aufgebraucht ist.
Methodische und didaktische Aspekte
Im wesentlichen wurde das Projekt von der von den Kollegen Walter und Reinfeldt gemeinsam geleiteten Arbeitsgemeinschaft Musik und Telekommunikation geleistet. Aber die Ergebnisse flossen auch in die übrige Arbeit der Schule, speziell unseres Musikzweiges ein. Gemeinsam mit unseren Partnern aus mehreren Ländern wurden Kompositionen zusammengestellt, verglichen und diskutiert. Einen Überblick über das Projekt und die Vorgängerprojekte befindet sich auf der Webseite des ICC-Projekts. Dort kann man die Kompositionen (im MIDI-Format) auch anhören.
Neben dieser langfristigen Arbeit haben drei Schüler unter Leitung von Herrn Reinfeldt am ThinkQuest-Wettbewerb teilgenommen und dabei einen beachtlichen Erfolg erzielt. - Thinkquest teilte uns mit, daß unser Beitrag  Musical Interactive Mosaic "unter den besten 18%" war.
Außenwirkung
Innerhalb der Schule hat das Projekt das Interesse für die Arbeit mit dem Internet geweckt. Nach mehreren schulinternen Fortbildungen und Vorführungen haben etliche Kollegen die Möglichkeiten, die das Internet bietet, entdeckt und haben zum Teil unsere Homepage auch mit eigenen Webseiten bereichert.
Außerdem gab es auch verschiedene öffentliche Vorführungen:
Außerdem gab es Demonstrationen und Workshops bei mehreren Lehrerfortbildungsveranstaltungen:
Fazit
Unser Projekt hat vorzeigbare Ergebnisse geliefert. Insgesamt kann man sagen, daß wir positive Werbung für den Einsatz moderner Telekommunikation in der Schule gemacht haben. Unser eigentliches Projektziel (insbesondere die größere Selbständigkeit der Schüler beim Umgang mit dem WWW) und auch unser Zeitplan konnten allerdings nicht eingehalten werden. Erst jetzt sind wir soweit, wie wir vor einem Jahr sein wollten.
Dabei hat uns die Unterstützung durch SaN ideell und verspätet auch materiell geholfen. Auch die größere Publizität, die wir durch die Aufnahme als Modellprojekt genossen haben, hat uns genutzt. Insbesondere wurden wir durch die Firmen Microsoft und Steinberg (Musik-Software) gefördert. Allerdings war der Einfluß von SaN nicht nur positiv. (Siehe dazu die kritischen Betrachtungen in einem Rückblick speziell zu diesem Aspekt.)

Bericht Projekt B: Stadtinternes Schulnetz

Ursprung des Projekts
Das Projekt wurde von einem schon länger bestehenden Arbeitskreis der Informatik- und NT-Fachobleute Oldenburger Gymnasien entwickelt, um die schon bestehende Zusammenarbeit transparent zu machen und den Austausch von Unterrichtsideen und -materialien zu erleichtern.
Rahmenbedingungen
(technische Voraussetzungen siehe oben Projekt A)
Leider erhielten die übrigen Schulen keine Förderung dieses Projektes durch SaN. Die Anerkennung des Modellprojektes der Cäcilienschule ließ in dem Schreiben von SaN zwar nicht erkennen, welches der beiden beantragten Projekte gefördert wurde, wir sind jedoch immer davon ausgegangen, daß Projekt A gemeint war. So wurde Projekt B zunächst nur einseitig von uns (und das auch nicht mit voller Kraft) vorangetrieben.
Methodische und didaktische Aspekte
Das Ziel war das Erstellen und den Austausch von Unterrichtsmaterialien, Aufgaben und Schülerlösungen für den Informatikunterricht. Im Schuljahr 96/97 wurde zunächst ja auch mit einer gemeinsamen Durchführung des Projekts gerechnet, und die dabei erzielten Ergebnisse von Schülern aus dem 11. Jahrgang lassen immerhin erkennen, wie weit man mit einer weiteren Beteiligung und Förderung hätte kommen können.

Diese Anfänge zeigten allerdings ziemlich deutlich, daß die Verwendung der Programmiersprache PASCAL und die Dokumentation des Programmierkurses auf Webseiten anachronistisch wirken müssen. Ein Umstieg auf eine modernere Programmiersprache für den Informatikunterricht ist ohnehin überfällig. Damit war ein Anlaß geschaffen, in unserem Arbeitskreis über Alternativen nachzudenken. Es wurde eine Fortbildungsveranstaltung zur Verwendung von Java im Informatikunterricht verabredet, die zu Anfang des Schuljahres 97/98 stattfand. Außerdem wurde ein Pilotkurs an der Cäcilienschule geplant, in dem seit Beginn dieses Schuljahres didaktische und technische Erfahrungen gesammelt werden.
Außenwirkung
Zwar sind die didaktischen Resultate noch nicht umfangreich genug und zu isoliert, aber die intensive Zusammenarbeit der Obleute aus Oldenburg und Umgebung in technischer Hinsicht hat die Keimzelle für eine von SaN unabhängige Förderung einer Reihe von Schulen durch die KWE (Kommunikationsinitiative Weser-Ems) geführt, die von der EWE (Energieversorger) und der Oldenburgischen Landesbank und dem Informatikinstitut Offis gebildet wurde. In der Anfangsphase war die Cäcilienschule Hauptansprechpartner der KWE und hat in einer Fortbildungsveranstaltung sowie durch Koordination über eine E-Mail-Liste zum erfolgreichen Anschluß der gesamten Gruppe beigetragen.
Fazit
Auch wenn dieses Projekt ohne wesentliche Unterstützung durch SaN nur in einem eingeschränkten Umfang vorangekommen ist, so hat es gerade bezüglich Java einen vielversprechenden Anfang gegeben. In Kürze werden die Ergebnisse des Pilotkurses vorliegen und im Web veröffentlicht. Die Zusammenarbeit mit der KWE bzw. später mit der EWEtel ist als sehr erfolgreich zu bezeichen.

Weitere Aktivitäten im Internet

Unabhängig von den genannten Projekten setzt die Cäcilienschule in vielfältiger Hinsicht Webseiten ein. Einen Überblick gibt unsere Homepage. Besonders hervorzuheben sind die Verwaltung der E-Mail-Adressen der deutschen unesco-projekt-schulen sowie die Verwaltung der Mailingliste für diese Schulen und deren Spiegelung ins WWW. Außerdem bemerkenswert sind die Webseiten der Video-Arbeitsgemeinschaft der Cäcilienschule.
Zudem gibt es einen regen privaten E-Mail-Verkehr der Cäcilienschüler(innen), national und international. Insgesamt sind an der Cäcilienschule mehrere 10.000 E-Mail-Briefe geschrieben worden.


Last Update: 21 Dec 97 reinfel@caeci.ol.ni.schule.de (Wolfgang Reinfeldt) Hauptseite Cäcilienschule